Koh Samui


September 2016

Um von Krabi nach Koh Samui zu kommen hatten wir für morgens ein Kobi Ticket "Bus-Fähre" bei Lohmprahya gebucht.

Beim Einchecken an der Busstation konnten wir auch direkt ein Taxi, vom Pier zu unserem Resort "Treehouse Bungalow", buchen. Wie praktisch...

Da der Bus nicht ausgebucht war, klarer Vorteil in der Nebensaison, hatte jeder eine Sitzreihe für sich und konnte sich während der 3Std. Fahrt nach Surat Thani komplett ausbreiten.

Der komplette Ablauf der Fahrt war stressfrei! Der Bus fuhr direkt bis zum Pier. Mit unseren Koffern liefen wir dann rüber zur Fähre, aufladen, hinsetzen, losfahren und nach ca. 45 Minuten waren wir dann am Pier in Koh Samui. Koffer holen, schauen wo unser "Taxibus" steht und ab zum Resort. Wir waren mit mehreren anderen im Taxi und fuhren noch das ein oder andere Resort vorher an und konnten so mal schauen die Resorts nach und nach ab. Unseres kam  fast zum Schluss, so konnten wir noch einen Eindruck von den anderen Resorts bekommenen. Fazit, unser Resort hatte besonderen Charm und war perfekt!


Obwohl wir viel zu früh im Resort waren, war unser Seaview Bungalow schon fertig und wir konnten uns direkt wie zuhause fühlen...

Es hatte ein wenig was von Woodstock! Es gab mich in der Zeit zwar noch nicht aber so oder so ähnlich stell ich mir das vor... Das Hauptmotto des Resorts waren Blumen, also Flowerpower. Alles war sehr bunt und fröhlich eingerichtet aber trotzdem nicht zu kitschig für meinen Geschmack.

Unser Bungalow hatte eine kleine Terrasse inkl. Hängematte. Ein Träumchen! Dazu einen "eigenen" kleinen Strandabschnitt und direkt neben uns war das hauseigene Massageoutdoorstudio! Ich war im Paradies!!!


Den ersten Tag verbrachten wir dann auch nur im Resort und machten es uns am Strand und im Hoteleigenen Restaurant gemütlich!

Das Essen war wirklich super! Die Auswahl war groß und wir haben fast alles probiert und es gab nichts, wirklich nichts, was nicht geschmeckt hat! Hier mal ein minikleiner Einblick ;-)

Abends wollten wir dann auch auf einen Nachtmarkt, so schön wie der in Krabi... Im Reiseführer hieß es, dass Nathon das Zentrum von Koh Samui ist und da auch ein Nachtmarkt stattfindet. Also sind wir davon ausgegangen, dass dort auch das meiste los sein wird.

Im Resort haben wir dann nach einem Taxi gefragt, als wir sagten das wir nach Nathon wollten schauten die uns ganz komisch an und fragten ob wir sicher sein. Ja klar, ab auf den Nachtmarkt, soll toll sein da, steht im Reiseführer... Für 600THB (sehr teuer) sind wir dann dahin gefahren worden und tada, es war der totale Scheiß :-D Ein paar Essbuden auf einem kleinen Parkplatz, die Geschäfte drum rum hatten alle geschlossen und wir standen da wie doof. Jetzt wussten wir dann auch warum die so komisch geschaut hatten.

Eigentlich hätten wir nur die Straße von unserer Unterkunft zur Hauptstraße lang laufen können und wären dann mitten im Geschehen gewesen aber warum einfach wenn es auch kompliziert geht.

Wieder hier zuhause habe ich festgestellt, dass ein Auswanderer von "Goodbye Deutschland" da auch direkt sein Lokal hatte. Die Welt ist eine Briefmarke...


Am nächsten Tag waren wir mutig und haben uns Roller (250THB/Tag) ausgeliehen. Bei der Übergabe gabs einen kurzen Check up um die schon vorhandenen Kratzer zu dokumentieren, sowohl auf einem Formular als auch mit Handyfotos. Sicher ist sicher. Es soll ja schon der ein oder andere dabei über den Tisch gezogen worden sein. 

Die Dame die uns die Roller zum Hotel brachte, traute uns das Fahren auf der Insel aber irgendwie nicht zu. Sie schaute ein wenig panisch als wir "davon brausten".
Das mit dem Linksverkehr hatten wir schnell drin. Das einzige, was uns nicht so gut gelang, war unsere kleine Seitenstraße zum Resort wiederzufinden. Grundsätzlich führen wir an den ersten Tagen vorbei :-D

Direkt am Anfang wollten wir uns Chaweng Beach ansehen und dann mal weiter sehen wie es so klappt.

In Chaweng war sofort mehr los, DAS ist wohl dann das Zentrum von Koh Samui :-) Hatte schon ein wenig was vom Ballermann. Am Strand lag ein Hotel neben dem anderen und das Kilometerlang.

Wir liefen den Strand entlang bis zur Insel Koh Mat La. Es sah von unserem Startpunkt eigentlich aus wie ein Katzensprung. Es war aber alles andere als das! Bis zur Insel waren es bestimmt 5km, der Sand war tief und heiß. Ein "Spaziergang bei 35Grad.

Typisch Nadine, hatte ich meine Sonnenbrille im Resort vergessen. Ach, dachte ich, kaufste dir hier eine, wird ja gleich ein Stand kommen. Auf dem Markt in Krabi haben die ja nur 199THB gekostet, etwas handeln, dann passt das.

Die Sonnenbrille hat 450THB gekostet und ich konnte nur bis 350THB

runterhandeln :-(

Am Übergangspunkt zur Insel sind wir natürlich nicht direkt auf die Insel gekommen, nach dem anstrengendem Marsch durch Sonne und Sand. Der Wasserstand war zu hoch :-D

Ein wenig enttäuscht machten wir dann erstmal eine Pause und gönnten uns eine Abkühlung im Meer.

Wieder den ganzen Weg zurück gewatschelt haben wir uns dann die Roller geschnappt und sind die Straßen und Gassen erstmal weiter gefahren. Vorbei an vielen Souvenirläden, Massagestudios, Restaurants, Tätowierer und auch Maler.

Die Bilder hatte es mir angetan. Die Künstler saßen da in ihren Läden und malten Bilder in den verschiedensten Stilrichtungen. Sehr sehr cool!

Habe lange überlegt und mir dann auch ein Motiv ausgesucht das ich gemalt haben wollte. Was soll ich sagen, es war die Richtige Entscheidung :-)

Das Bild ist nur ein Beispiel von der tollen Kunst und NEIN es ist kein Kunstdruck ;-)

Wir kamen dann am Lamai Beach an.

Lamai Beach ist eine angenehme kleine Bucht mit vielen Felsen und netten Hotels. Die Optik ist wirklich traumhaft und alles was schön ist, ist hat man nicht für sich alleine. Für die Nebensaison war es doch relativ voll.

Nach ein paar Fotos und einem Drink in einer Strandbar ging es weiter zum Viewpoint. Hier zahlt man Eintritt in Höhe von 100THB und bekommt dafür nicht nur die Aussicht sondern auch noch einen Wasserfall, die Valentines Felsen und ein Becken mit SPA Fischen dabei. Die Fische waren 4x so groß als man sie eigentlich kennt und das knabbern an den Füßen war natürlich auch viel intensiver. Einer von denen hat mir sogar den Zeh blutig gebissen :-/

Der Weg hoch zum Aussichtspunkt war super anstrengend, viele Stufen die aus Felsen etc. bestehen. Oben angekommen gab es natürlich eine kleine Bar in der wir uns erstmal ein Kaltgetränk gegönnt und die Aussicht genossen haben.

Als nächsten Stopp hatten wir uns dann noch Hin Ta und Hin Yai angesteuert: Die berühmten Großvater und Großmutter Felsen.

Kann mir kaum vorstellen, dass die Natur das alleine gezaubert hat :-D

Nachdem das Wetter, den ganzen Tag über, wirklich gut war zog es sich jetzt so langsam zu. Wir entschlossen uns, uns auf den Rückweg zu machen damit wir am ersten Roller-Tag nicht im dunkeln und bei Regen fahren müssen. Hat auch auch nur so semi geklappt :-D


Unsere Unterkunft hatten wir ja immer nur für die ersten Nächte gebucht, ganz nach dem Motto "prüfe wer sich (ewig) bindet, ob sich nicht doch was besseres findet!"

Uns gefiel es aber so super, dass wir gar nicht woanders hin wollten. Allerdings mussten wir dann innerhalb der Anlage umziehen, da unser Bungalow schon vermietet war.

Den restlichen Tag verbrachten wir mit etwas Shoppen in Chaweng sowie Lesen und Massage am Strand. Herrlich so ein Urlaub :-)


Da es mit dem Rollerfahren super klappte, planten wir eine Tour zu den Namuang Wasserfällen.

Auf der Fahrt dahin habe ich die "schönste Entdeckung" des ganzen Urlaubs gemacht <3 

Wenn ich gekonnt hätte wie ich gewollt hätte, wäre dieses kleine süße Ding sofort mit nach Hause gekommen!!!! Aber leider musste ich sie zurücklassen :-(

Um zu den Wasserfällen zu kommen musste man durch einen kleinen "Tierpark".

Man konnte Elefantenreiten, Geparden und Tiger streicheln, eine Affenshow ansehen und noch anderes Zeugs machen, was aber mit unserem Tierliebhaberherz nicht zu vereinbaren war!

Also schnell vorbei an den Tieren und den Shows und ab in Richtung Wasserfälle. Die Strecke war nicht wirklich lang, evtl. 1,5 km aber der Weg aus Schotter und Felsen war halt nicht sehr "komfortabel" zu laufen dazu noch die Höhenmeter. Puhhhh.  Es hätte auch die Möglichkeit gegeben die Wasserfällte mit einem Jeep zu erreichen. Die Fahrt hätte 700THB pro Person gekostet. Viel zu viel für die paar Meter. Außerdem wollten wir eh kein Geld da lassen wo Tiere vorgeführt werden.

Der Wasserfall an sich war ganz nett. Der Weg am Wasserfall entlang war, wie eigentlich alle Wege in Thailand, sehr tricky... Felsen, Geröll und ein Tau zum festhalten :-D Da wir unser Glück nicht auf die Probe stellen wollten versuchten wir, mit unseren Flip Flops, nicht noch weiter hoch zu kraxeln und beließen es bei der ersten Stufe.

In dem Wasserfall konnte man ja auch noch ein wenig hin und her laufen. Wir haben unsere Fotos bekommen und waren zufrieden :-)

Auf der weiteren Tour kamen wir noch an einem Kloster vorbei. Kurz mal reingeschaut aber überall wurde gearbeitet und restauriert. Es gab also nicht viel ansehnliches zu sehen.

Weiter ging es mit dem Roller und der Weg führte uns zu einem Viewpoint der mitten in einem Hippie Resort lag -das war noch bunter als unseres Resort- :-D

Am Big Buddha hielten wir auch. Da wo Beate und Ingo von "Schwiegertochter gesucht" schon die große Liebe gesucht haben.

Von da sollte es weiter zum Fischermann Village gehen. Ein Thai Markt, sorgte noch für einen kurzen Zwischenstopp.  Wenn man sieht wo und wie die Thais Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst, Gewürze und und und kaufen, hier würde das Gesundheitsamt die Schotten dicht machen aber da... Fleisch und Fisch werden, wenn überhaupt, nur mit Eis und einem provisorischem Ventilator gekühlt... schon irgendwie beeindruckend.

Von dem Geruch, der in dieser Halle herrscht, mal ganz abgesehen :-( :-D


Da wir am letzten Abend, mein bestelltes Bild, abholen mussten haben wir uns nochmal auf den Weg nach Chaweng gemacht.

Das Bild war fertig und es sah genauso aus wie ich es wollte  <3

Für den Transport wurde die Leinwand gerollt und in ein (neues) Wasserrohr gepackt. Als Highlight wurde für den Transport noch ein Stück Stoff befestigt, so dass ich es über die Schulter hängen konnte. Raffiniert diese Thais ;-)

Mittlerweile war es dunkel und auf dem Weg zum Resort fuhren wir an einem großen Platz vorbei auf dem bunte Lichter brannten, Musik lief und sich Menschen tummelten. Also gebremst, geparkt und mal sehen was da so los ist.

Der Ort hieß Boh Put und jedem der in Koh Samui ist kann ich nur empfehlen dort abends einen Stopp einzulegen!!! Es war ein Nachtmarkt der 1000Mal schöner war als der in Nathon!!! Total super!

Die Auswahl an Taschen, Uhren und Schuhen von Michael Kors, Adidas und anderen Marken war viel viel viel viel größer und schöner als auf den Märkten die wir zukünftig besuchten :-/ Leider oder auch zum Glück wussten wir das da noch nicht und haben die ganzen schönen Sachen einfach hängen/liegen lassen :-( Der Markt hatte Stände die über den ganzen Parkplatz gingen bis in kleine Gassen runter zum Strand. Dort haben wir dann die coolste Standbar ever gesehen! An der Bar hingen Schaukeln zum sitzen, anstatt normalen Tischen und Stühlen gab es ein Netz wie auf einem Katamaran mit Kissen, der Strand lag voller großer Kissen mit kleinen Tischen! Überall standen Teelichter. Es lief Deep House Musik. Insgesamt die coolste Location die ich in Thailand gesehen habe. Die hätten wir schon früher sehen sollen :-/ Dann hätten wir uns den Markt in Nathon sowas von sparen können!!!